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2.3.2 Auflösung einstellen

Die richtige Auflösung eines Scans hängt im Wesentlichen von der Größe der Vorlage, von der Größe, in der die gescannte Datei wieder ausgegeben werden soll, und vom verwendeten Ausgabeverfahren beziehungsweise -gerät ab. Im Fenster „Maße und Auflösung“ lässt sich anhand dieser drei Faktoren sehr einfach die nötige Auflösung des Scans festlegen. Werden die gewünschten Maße oder die Auflösung eingegeben, erledigt SilverFast das Umrechnen. Als erstes muss die Ausgabe-Auflösung festgelegt werden. Für einen Ausdruck auf einem Laser- oder Tintenstrahldrucker und für die meisten Druckereien reichen 300 dpi (Dots Per Inch) vollkommen aus, manche Druckereien möchten aber bis zu 600 dpi geliefert bekommen. Dem Wunsch der Druckerei sollte man diesem Fall nachkommen.

Für die Ausgabe auf einem Monitor oder Projektor ist die Angabe in dpi nicht relevant, da die absolute Anzahl der Bildpunkte des Ausgabegerätes feststeht und nicht die Anzahl der Punkte pro Längeneinheit gefragt ist. Ein optimales Ausgabe-Ergebnis erzielt man hier, wenn die Dimensionen (Anzahl Bildpunkte in der Breite mal Anzahl Bildpunkte in der Höhe) des gescannten Bildes an die technischen Gegebenheiten des Ausgabegerätes angepasst werden. Ein Full-HD-Projektor beispielsweise stellt 1920 x 1080 Bildpunkte dar – für eine bestmögliche Darstellung sollte der Scan dann an diese Abmessungen angepasst werden.

Soll das Bild bei der Ausgabe vergrößert werden, ist eine höhere Scan-Auflösung nötig als bei der 1:1-Ausgabe, um Artefakte der Skalierung wie zum Beispiel Treppchenbildung zu vermeiden. Im Drop-down-Menü „Preset“ legt man die Auflösung fest, welche die nach dem Scannen erstellte Bilddatei haben soll. Am Schieberegler „Auflösung“ wird die Auflösung eingestellt, mit der gescannt werden soll. Anhand der Farbe unter dem Schieberegler kann man erkennen, wie sinnvoll die aktuell eingestellte Auflösung aus technischer Sicht ist. Im grünen Bereich liegt die Auflösung in einem Rahmen, den der Scanner noch problemlos abbilden kann, und auch die Dateien der Scans sind nicht übermäßig groß. Im gelben Bereich (entspricht der optischen Auflösung laut Hersteller) gelangt der Scanner an den Rand seiner optisch-physikalischen Leistungsfähigkeit, die meist deutlich unter den Angaben des Herstellers liegt. Die Auflöse-Leistung eines Scanners ist nicht nur bestimmt von der theoretischen Auflösung der CCD-Einheit (meistens gleich der Herstellerangabe), sondern zusätzlich von der restlichen Optik des Scanners sowie seiner mechanischen Präzision beim Bewegen der CCD.

Wird der Regler ganz nach rechts geschoben, liefert der Scanner eine interpolierte Auflösung, das bedeutet, dass noch im Scanner Zwischenwerte berechnet werden, die seine Optik nicht mehr erfassen konnte. Das Resultat ist eine Datei mit einem Mehr an Bildpunkten, das aber keinen Zuwachs an Bildinformation oder Detailreichtum mit sich bringt. Weder der Kontrast oder die Schärfe noch die Farbdichte lassen sich auf diese Weise steigern – es steigt lediglich die Dateigröße. Speicherplatzbewusste Anwender können die meist für den Druck eingestellte Auflösung von 300 dpi ohne sichtbaren Qualitätsverlust um ein Viertel auf 225 dpi senken. Da die Auflösung und die Dateigröße über eine quadratische Funktion aufeinander abgebildet werden, sinkt die Größe der gescannten Datei auf die Hälfte – ein nicht zu vernachlässigender Gewinn an Speicherplatz und Arbeitsgeschwindigkeit.


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